4. April 2017

 

ORIGINAL FOOD erhält den Ehrenpreis 2017 der „Hamburger Initiative für Menschenrechte“ für das Wildkaffee-Projekt in Äthiopien.

 

 

 

 

 

Für 100.000 Menschen im

Südwesten Äthiopiens

 

ORIGINAL FOOD unterstützt seit 2003 durch ein integriertes und

nachhaltig wirkendes Entwicklungsprojekt die Regionen Kaffa und seit 2016

auch Sheka im Südwesten Äthiopiens.

Neben unserem Hauptprojekt in Äthiopien engagieren wir uns

auch in weiteren Regionen, aktuell in Ecuador und in Nepal.


Lokalen Kleinbauern und ihren Familien die Nutzung der natürlichen

Ressourcen langfristig zu ermöglichen bei gleichzeitiger

Bewahrung der lebenswichtigen Regenwälder,

das steht bis heute im Zentrum aller Aktivitäten von ORIGINAL FOOD. 

 

Seit über 10 Jahren begeistert unser Kaffa Wildkaffee Genießer in ganz Europa.

Kaffa Wildkaffee ist Fairtrade-zertifiziert und erfüllt

vollumfänglich die strengen Anforderungen an ein Bio-Produkt

aus reiner Wildsammlung sowie auch die Naturland-Richtlinien.

Die Spezialität aus dem Regenwald ist inzwischen für Viele der beste Kaffee der Welt.


Den Kleinbauern zahlten wir von Beginn an hohe Preise –

denn nur so ergibt es für sie wirtschaftlich Sinn

Wildkaffee zu ernten und gleichzeitig die Regenwälder zu bewahren.

Unser Projekt führte zur Einrichtung des ersten Kaffee-UNESCO-Biosphärenreservat der Welt

und gilt mittlerweile als herausragendes Beispiel für Naturschutz

und gleichzeitige wirtschaftliche Entwicklung.

 

Rund 80.000 Menschen in Kaffa profitieren heute von dieser Erfolgsgeschichte.

Seit 2016 erhalten in der benachbarten Provinz Sheka

weitere 20.000 Menschen eine Perspektive.

Unser Projekt in Äthiopien

Das Ziel

 

Effektiver Regenwaldschutz durch gezielte Nutzung – so lässt sich das wichtigste Projektziel auf den Punkt bringen. Faire Preise und eine langfristige Abnahmesicherheit bescheren den Bauern höhere Einkommen – und bieten einen wichtigen Anreiz, ihre Einkommensquelle, den Regenwald mit seinen Wildkaffeebeständen, auf Dauer zu schützen.

 

Um die nachhaltige Entwicklung der Region langfristig zu sichern, haben wir in der Region Kaffa das erste Biosphärenreservat des Landes geschaffen. Es umfasst elf streng geschützte Wald-Kernzonen (ca. 50.000 ha - weitere sind in Planung), eine Übergangszone (ca. 161.400 ha) sowie eine Entwicklungszone mit angepasster Nutzung (ca. 337.900 ha). Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung lassen sich so dauerhaft miteinander vereinen.

 

Der Regenwald

 

Dank des Wildkaffee-Projekts sind mittlerweile 13.000 ha Wald unter "partizipatives Wald-Management" (PFM) gestellt. Das bedeutet, dass den Kaffeebauern die Nutzung "ihres" Waldstückes zur Kaffeesammlung für Jahre garantiert wird; gleichzeitig haben sie sich zu Schutz und Bewahrung des Waldes verpflichtet.

 

Dieser Schutz liegt so durch die langfristige Nutzung im ureigenen Interesse der Bauern – er bleibt ihre Haupteinkommensquelle.

 

Und auch der Rest der Welt profitiert vom Schutz des äthiopischen Regenwaldes: Als wichtiger Beitrag zum globalen Klima und weil der nur hier wild wachsende Coffea Arabica in seiner genetischen Vielfalt von unschätzbarem Wert ist.

 

Die Menschen

 

Inzwischen gehören rund 10.000 Haushalte einer von 43 Kooperativen an, die sich ihrerseits zur Kafa Farmers' Union zusammengeschlossen haben. In Sheka, westlich von Kaffa, sind 24 Kooperativen aktiv und seit 2016 in das Projekt von ORIGINAL FOOD integriert.


Die Kooperativen organisieren die Aufbereitung und Lagerung der Bohnen und garantieren ihren Mitgliedern ein geregeltes Einkommen. Dies ermöglicht den Bauern, ihre Kinder zur Schule zu schicken und Güter zu kaufen, die sie nicht selbst produzieren.

 

Der Wildkaffeehandel mit Original Food stellt somit für nahezu 100.000 Menschen im Südwesten Äthiopiens die wichtigste Einkommensquelle dar.

 

 

Fair handeln

 

Seit Generationen sammeln die Menschen in der Region Kaffa den Wildkaffee – lange Zeit jedoch ausschließlich für den eigenen Verbrauch. Dies änderte sich erst mit dem Start unseres Wildkaffee-Projekts und dem Export unseres allerersten Containers Wildkaffee im Jahre 2003 nach Hamburg.

Seit der Ernte vor 10 Jahren trägt der als Wildsammlung zertifizierte Kaffa-Kaffee nicht nur das Biosiegel, sondern auch ein von neutraler Stelle überwachtes Zertifikat für soziale Nachhaltigkeit und fairen Handel.

 

Dies impliziert u.a., dass ORIGINAL FOOD Preise weit über dem Weltmarktniveau bezahlt – in vielen Jahren fast das Doppelte. Natürlich hört unser Engagement nicht bei Erreichen der Mindestvorgaben von Zertifizierungen auf. Stattdessen investieren wir zusätzlich in Trocknungsbetten, Lagerbau, Waldschutzmaßnahmen u.ä. für die Bauern. Wir halten eine neutrale Kontrolle und Sicherung der Rechte von Farmern für unabdingbar - dies sollte selbstverständlich sein. Und: die Kosten für alle Zertifizierungen und Siegel trägt von Anfang an ORIGINAL FOOD. Es entstehen keine Kosten für die Erzeuger.

 

Das Biosphärenreservat

 

Nach Kaffa ist heute - neben weiteren Regionen In Äthiopien - auch Sheka UNESCO-Biosphärenreservat. Kaffa und Sheka liegen im tropischen Hochgebirge Ostafrikas und zählen zu einem von weltweit 34 Hotspots biologischer Vielfalt. Allein in der Region Kaffa mit einer Fläche von rund 760.000 Hektar gibt es mehr als 244 Pflanzen- und 294 Tierarten.

 

Eine besondere Bedeutung kommt dabei natürlich den weltweit einzigartigen Wildkaffeebeständen zu. Mit der Ernennung von Biosphärenreservaten möchte die UNESCO zeigen, dass der Schutz von Ökosystemen und biologischer Diversität Hand in Hand gehen kann mit wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Im Falle Kaffas heißt das konkret: Die Bevölkerung darf und soll weiterhin vom Sammeln des Wildkaffees und anderer Waldprodukte wie Gewürzen und Honig leben; gleichzeitig hat sie sich in Waldnutzungsplänen verpflichtet, die Abholzung einzuschränken und im Wald keine neuen Ackerflächen anzulegen.

Projekterfolge

 

Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und der Regierung werden die Schutz- und Nutzungsrechte auf weitere Teile der Kaffeewälder ausgeweitet. Neben den  Zertifizierungen des Wildkaffees als Bio aus Wildsammlung und Fairtrade wurden gemeinsam mit den Kaffeebauern Maßnahmen zur Verbesserung der Ernte- und Verarbeitungsprozesse entwickelt. Dadurch können die Bauern für ihren Kaffee einen wesentlich höheren Erzeugerpreis erzielen.

 

Rund 80.000 Menschen in der Region Kaffa profitieren bereits heute von dem Projekt, wobei die Zahl weiterhin steigt. Die Ernennung zum UNESCO-Biosphärenreservat bietet nicht nur den stark bedrohten Regenwäldern Schutz, sondern schafft Zukunftsperspektiven für eine weitere Entwicklung der Region und ihrer Bewohner.

Die Region Sheka, etwa halb so groß wie Kaffa, ist seit 2016 Teil unseres Wildkaffeeprojektes. Bereits von der ersten Wildkaffee-Ernte im Projektrahmen profitieren rund 20.000 Menschen. Das erprobte Konzept für Kaffa wird so gezielt erweitert.

 

Alle Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt.

© Original Food GmbH, © Philippe Abergel, © Per-Anders Pettersson/laif

Weitere Projekte

Das Projekt in Ecuador

Nur in Ecuador wächst „Cacao Nacional“, einer der erlesensten Aromakakaos der Welt. Er gedeiht an Kakaobäumen, die sich über Jahrhunderte an die Bedingungen des Waldes angepasst haben. Die Kakaosorte mit der besonderen Aroma-Vielfalt wird jedoch zunehmend durch profitablere Züchtungen der Großplantagen verdrängt. Eine Entwicklung, die nicht nur die Existenz der kleinen Kakaobauern, sondern auch den Bestand des Regenwaldes gefährdet.

 

Zusammen mit ORIGINAL FOOD und der Schweizer Felchlin AG unterstützt "GEO schützt den Regenwald e.V." die Arbeit von „Kallari“, einer Genossenschaft indianischer Kleinbauern der Provinz Napo. Gemeinsames Ziel ist der Erhalt der traditionellen Anbaumethoden, auf deren Grundlage die ansässigen Kakaobauern auch zukünftig ihre Familien ernähren können.

 

 Das Projekt in Nepal

In Bhujung, einem Dorf in Zentralnepal, initiierte „GEO schützt den Regenwald e.V.” 1998 gemeinsam mit der ”Stiftung Weltbevölkerung” ein erstes Projekt zum Schutz des nepalesischen Bergwaldes.

Seither haben die Frauengruppen von Bhujung mehr als 150.000 Bäume gepflanzt und beziehen dadurch ihr Brennholz mittlerweile aus aufgeforsteten Flächen. Hebammen wurden ausgebildet, Unterricht in Familienplanung organisiert und ein Kreditsystem für Kleinstunternehmer aufgebaut.

Einer der GEO-Partner vor Ort ist die nepalesische Umweltinitiative „Annapurna Conservation Area Project”, die das größte Naturschutzgebiet Nepals rund um das bis zu 8091 Meter hohe Annapurna-Massiv betreut.

In dem Naturschutzgebiet liegt auch das rund 2000 Meter ü.d.M. gelegene Anbaugebiet der kleinen Ortschaft Lwang, aus dem unser Schwarzer Tee stammt.

 

Schmecke den Ursprung

 

Unsere Produkte zeichnen sich durch ihre Ursprünglichkeit aus.

Sie gehen direkt aus Projekten hervor, die wir zum Teil in Zusammenarbeit

auch mit anderen Institutionen und Vereinen umsetzen.

Wir unterstützen Kleinbauern umfassend und direkt in Erzeugerländern,

helfen ihren Lebensraum zu erhalten und ermöglichen langfristige Zukunftsperspektiven.

Wildkaffee Spezialitäten

Unsere handgepflückten Wildkaffee Spezialitäten stammen aus der äthiopischen Provinz Kaffa, der Urheimat allen Kaffees. Hier im Südwesten Äthiopiens reift Coffea Arabica noch heute wild im Regenwald, wie seit Zehntausenden von Jahren. Dank idealer, natürlicher Wachstumsbedingungen sowie geringer Ernteerträge konzentriert sich in den wilden Arabica-Bohnen ein einzigartiges Aroma.

 

Unsere Wildkaffee Spezialitäten sind Fairtrade-zertifiziert und erfüllen die Anforderungen an ein Bio-Produkt aus reiner Wildsammlung. Und tragen zusätzlich auch das Naturland Fair-Siegel.

> Mehr Informationen

 

 

 

 

Die zertifiziert kompostierbaren Kapseln mit äthiopischem Wildkaffee aus zertifizierter Bio-Wildsammlung, vollständig aluminiumfrei, biobasiert.

 

Für das Nespresso-System, ganz ohne die nachteiligen Effekte von Aluminium und Müll: Zertifiziert kompostierbar. Die Bonga Red Mountain Kapseln vermeiden von Beginn an jeglichen schädlichen Abfall und sind mit dem wundervollen Wildkaffee aus Äthiopien befüllt. Für praktischen Genuss ohne schlechtes Gewissen, erhältlich in drei Sorten. Bio, Fairtrade, OK compost zertifiziert, ausgezeichnet mit dem Keimling für tatsächliche Kompostierbarkeit. Und: einzige Kaffee-Kapsel mit Naturland-Fair Zertifikat.

 

> Informationen zu den Zertifizierungen finden Sie hier

 

NABU Gourmetkaffee

Bester bio-zertifizierter Arabica Kaffee in Zusammenarbeit mit dem größten deutschen Naturschutzverband. In der äthiopischen Bergregenwald-Region setzt sich neben Original Food auch der NABU intensiv für den Schutz des einzigartigen Regenwaldes und seiner Biodiversität ein.

 

> NABU Gourmetkaffee

 

RIO NAPO Grand Cru Schokolade

Dank ihres natürlichen, intensiven Aromas zählt die Kakaosorte Cacao Nacional zu den besten Kakaos der Welt - dieser Edelkakao wächst nur in Ecuador. Dort, östlich der Anden, bauen Kichwa-Indianer die Natursorte seit Generationen in kleinen Gärten im Regenwald entlang des Rio Napo an. Die besonders sorgfältige Verarbeitung durch Felchlin, unsere Schweizer Chocolatiers, erweckt diesen edlen Kakao zum Leben.

 

> RIO NAPO Grand Cru Schokolade

 

ANNAPURNA Schwarzer Tee

Tee aus dem ehemaligen Königreich Nepal gilt als besondere Rarität, von der bislang nur kleine Mengen in den Handel gelangen. Vor rund 140 Jahren wurde hier erstmals Tee gepflanzt. Unser ANNAPURNA Schwarzer Tee wird zwischen 1.500 und fast 3.000 Metern an den Hängen des Annapurna-Massivs mitten im weltberühmten Himalaya-Gebirge nach traditioneller Methode angebaut und geerntet.

 

> ANNAPURNA Schwarzer Tee

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2017 Original Food GmbH - Alle Bilder, Fotos und Texte sind urheberrechtlich geschützt. Fotos: © Original Food GmbH, © Rainer Klingholz, © Philippe Abergel, © Per-Anders Pettersson/laif